Freie Arztwahl für Gefangene könnte Todesrate hinter Gittern senken

„Jeder Tote hinter Gittern ist einer zu viel. Eine bessere medizinische Versorgung insbesondere durch freie Arztwahl sowie die Möglichkeit der Gefangenen, einen Vertrauenspsychologen zur Rate zu ziehen, könnte die Todesrate hinter Gittern mit Sicherheit senken“, erklärt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Ulla Jelpke zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Todesfälle in Haft, Polizeigewahrsam und Sicherungsverwahrung“. Zwischen 1998 und einschließlich 2016 starben demnach 2931 Menschen in Haft, davon 53 an Unfällen und 1385 durch Suizid. Die Abgeordnete weiter:

„Wünschenswert wäre zudem eine weitere Untergliederung der Statistiken zu Toten in Haft, die bislang nur Suizide und Unfälle gesondert aufführt. Dann würde deutlich, wie viele Gefangene an Krankheiten, altersbedingt aber möglicherweise auch in Folge von Gewalttaten starben.“

Anfrage und Antwort sind hier einzusehen:

19_2387_Todesfälle_in_Haft