Antwort Kleine Anfrage (16/2284): Beobachtung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten durch das Bundesamt für Verfassungsschutz

Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN/BdA) wird wegen des Verdachts der linksextremistischen Beeinflussung durch den Verfassungsschutz (VS) beobachtet. Im VS-Bericht 2005 wird ihm unter anderem unterstellt, an „kommunistischen Widerstandslegenden“ festzuhalten und die in Teilen der VVN-BdA vorherrschende Ablehnung des Kapitalismus aus den historischen Erfahrungen des Nationalsozialismus heraus als Indiz „linksextremistischer Einflüsse“ genommen. Auf unsere kritischen Nachfragen hierzu antwortet die Bundesregierung ausweichend, ein Teil der Antwort trägt deutliche esoterische Züge – so ist davon die Rede, dass „die Gesamtschau“ für die Einstufung „linksextremistisch beeinflusst“ relevant sei und es also auf einzelne Äußerungen gar nicht ankäme. weiter …

Antwort Kleine Anfrage (16/2271): Gefahr für die Pressefreiheit im Osten des Ruhrgebiets

Über unseren Dortmunder Wahlkreis erreichten uns Hinweise, dass es zwischen den im Ruhrgebiet seit den 70er Jahren dominierenden Verlegern WAZ-Konzern und Ruhrnachrichten (Lensing-Wolff Verlagshaus GmbH) möglicherweise Gebiets-Absprachen bezüglich der Aufteilung des Ruhrgebiets gegeben habe. Indiz war die Entwicklung auf dem Zeitungsmarkt und die Schließung von Lokalredaktionen nach der vom Bundeskartellamt genehmigten Kooperation der beiden Konkurrenten im Druckbereich. Anlass für uns, auch allgemein nach Maßnahmen der Bundesregierung zur Sicherstellung der Pressevielfalt im lokalen Zeitungsmarkt zu fragen. weiter …

Antwort Kleine Anfrage (16/2285): Evaluation zu Auswirkungen des Terrorismusbekämpfungsgesetzes und seine Novellierung

Mit den „Otto-Paketen“ (Terorismusbekämpfungsgesetz) wurden den Geheimdiensten wesentliche neue Befugnisse zur Datenerhebung und -erfassung gegeben. Das Gesetz ist auf fünf Jahre befristet und kann erst nach einer Evaluation verlängert oder ganz entfristet werden. Hierzu liegen entsprechende Vorschläge bereits vor, obwohl es keine Evaluation durch das Parlament oder durch Sachverständige gegeben hat. Lediglich für die ersten zwei Jahre, die das Gesetz in Kraft war, liegt eine Evaluation der Bundesregierung vor; diese ist augenscheinlich durch die betroffenen Dienste und betroffene Ministerien resp. Behörden selbst durchgeführt worden. Eine weitere Evaluation soll es nach Ansicht der Bundesregierung auch nicht geben. weiter …

Antwort Kleine Anfrage (16/2283): Überwachung des Bundesausschusses Friedensratschlag und möglicherweise anderer antimilitaristischer Organisationen durch das Bundesamt für Verfassungsschutz

Der „Kasseler Friedensratschlag“, eine der wesentlichen und traditionsreichen Plattformen der Friedensbewegung in Deutschland, wird im Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz 2005 erwähnt. Auf unsere Fragen muss die Bundesregierung einräumen, dass keine der Standpunkte des „Friedensratschlags“, die auch im Bericht zitiert werden, eine Einordnung als „linksextremistisch“ rechtfertigt. Hier wie in der Antwort zur Kleinen Anfrage zur Erähnung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA, Bt-Drs 16/2284) erfolgt der Hinweis auf die „Gesamtschau“, vor deren Hintergrund die ansonsten harmlosen Aussagen auf einmal einen extremistischen Charakter erhalten. weiter …

Pressemitteilung: Bosbachs eigenwillige Interpretation des Trennungsgebots

Der stellvertretende Vorsitzender CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Wolfgang Bosbach (CDU), hat gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ behauptet, durch die geplante Anti-Terror-Datenbank sei die rechtlich gebotene Trennung von Polizei- und Geheimdienstarbeit nicht berührt. Dazu erklärt Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag: weiter …

Pressemitteilung: Rituale erhöhen nicht die Sicherheit

Nachdem die britischen Sicherheitsbehörden gestern bekannt gaben, terroristische Anschläge verhindert zu haben, haben Unions-Politiker wie Wolfgang Bosbach und Günther Beckstein erweiterte Rechte für Polizei und Geheimdienste gefordert, etwa die Einführung einer Anti-Terror-Datei. Dazu erklärt Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag: weiter …

Pressemitteilung: Keine deutsche Opfergeschichte schreiben

Ausstellungen gegen Vertreibung dürfen nicht dem Geschichtsrevisionismus dienen

Ab dem 10. August zeigt die Stiftung „Zentrum gegen Vertreibungen“ im Berliner Kronprinzenpalais die Ausstellung „Erzwungene Wege“. Verstanden wird dies als Auftakt zur Etablierung eines zentralen Erinnerungsortes in Berlin. Die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag, Ulla Jelpke, erklärt dazu:
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Antwort Kleine Anfrage (16/1955): Überarbeitung des Gesetzes zur Zahlbarmachung von Renten aus der Beschäftigung in einem Ghetto

Im Jahre 2002 verabschiedete der Bundestag mit den Stimmen aller Fraktionen ein Gesetz, dass ehemaligen Ghettobewohnern den Bezug von Renten ermöglichen sollte. Da aber das Gesetz im Sinne des deutschen Rentenrechts an den Rentenbezug die Voraussetzungen „Freiwilligkeit der Beschäftigung“ und Entgeltbezug knüpfte, ist diese Rente de facto nur für wenige Betroffene erreichbar. Denn zumindest im Bezug auf die „Freiwilligkeit“ kann heute nur noch schwer ein Nachweis erbracht werden. weiter …

Pressemitteilung: Bleiberecht: Gegen Bayerns Stammtisch-Veto hilft nur ein Bundesgesetz

Vor einer Woche hatte sich Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble (CDU) für eine Bleiberechtsregelung für langjährig in Deutschland lebende Flüchtlinge ohne sicheren Aufenthaltsstatus ausgesprochen. Er kündigte für die im November stattfindende Innenministerkonferenz eine Altfallregelung an. Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) hat sich nun vehement gegen eine solche Regelung ausgesprochen. Dazu erklärt Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag: weiter …