Antwort Kleine Anfrage (17/5718): Neonazi-Konzerte im 1. Quartal 2011

Im 1. Quartal fanden 30 Neonazi-Konzerte und neun rechtsextremistische Liederabende statt. Im Schnitt waren bei den Konzerten 150, bei den Liederabenden 55 Personen als Besucher anwesend. Die Zahl der Besucher ist damit im Jahresvergleich deutlich gestiegen, von 2.650 Konzertbesuchern im 1. Quartal 2010 auf 4.500 aktuell (bei einer gleich bleibenden Anzahl an Konzerten); bei den Liederabenden gab es ebenfalls eine Steigerung von 280 auf 500. Weiterhin informiert die Bundesregierung nicht über die Veranstaltungsorte. weiter …

Antwort Kleine Anfrage (17/5719): Naziaufmärsche im 1. Quartal 2011

Im 1. Quartal haben nach Zählung der Bundesregierung 29 Naziaufmärsche in der Bundesrepublik stattgefunden. Vor einem Jahr waren es 18. Der Anstieg der Zahlen geht vor allem auf das Konto der NPD, die im Vorfeld der Wahlen in Hamburg und Rheinland-Pfalz, wo die Partei den Einzug in das Parlament deutlich verpasste. Durch die Wahlen dominiert die NPD deutlich die Liste der Veranstaltungen. Neben der einschlägigen Demonstration in Dresden, die auch in diesem Jahr durch den entschiedenen Widerstand von Demokraten und Antifaschisten verhindert werden konnte, gab es noch weitere Kundgebungen mit geschichtsrevisionistischem Charakter, bei denen NPD und Neonazis versuchen das Gedenken für die Opfer der Bombenangriffe auf deutsche Städte für ihre Zwecke zu gebrauchen. weiter …

Antwort Kleine Anfrage (17/5737): Einsatz der Bundespolizei in Dresden am 19. Februar 2011

Am 19. Februar 2011 hatten in Dresden mehrere Tausend AntifaschistInnen erfolgreich einen Naziaufmarsch verhindert. Dieser Erfolg musste leider im Wesentlich gegen die Polizei durchgesetzt werden, die mit unverhältnismäßiger Gewalt gegen die AntifaschistInnen vorgegangen ist. Wir haben dazu bislang zwei Kleine Anfragen gestellt. So wollten wir wissen, wie viel Pfefferspraydosen die Bundespolizei leergeschossen hatte, wo die Wasserwerfer postiert waren usw. – doch die Bundesregierung will keine Rechenschaft geben: Weil die Bundespolizei am fraglichen Tag der sächsischen Regierung unterstellt war, glaubt die Bundesregierung, dem Parlament keine Antwort darüber schuldig zu sein. weiter …

Antwort Kleine Anfrage (17/5882): Ergänzende Informationen zur Asylstatistik für das erste Quartal 2011

Wie nach jedem Quartal erfragt DIE LINKE ergänzende Informationen zur Asylstatistik, die in der offziellen Version der Zahlen verschwiegen werden. Besonders bemerkenswert im 1. Quartal 2011 ist, dass die Zahl der eingeleiteten Widerrufsprüfverfahren im Vergleich zum vorausgegangenen Quartal sprunghaft angestiegen ist, von 1400 auf 5200. Die größte betroffene Gruppe sind Iraker. Nur in Ausnahmefällen erfolgt derzeit auch tatsächlich die Rücknahme oder der Widerruf des Asyl- bzw. Flüchtlingsstatus am Ende des Verfahrens. DIE LINKE fordert schon lange, dieses überflüssige und für die Betroffenen mit vielen Ängsten verbundene Verfahren endlich wieder abzuschaffen. weiter …

Pressemitteilung: Bundeswehr soll Wehrmachts-Ehrung unterlassen!

„Die Bundeswehr kann das Kungeln mit Wehrmachtsnostalgikern nicht lassen“, kritisiert Ulla Jelpke die Antwort der Bundesregierung auf eine Schriftliche Frage nach den Aktivitäten der Truppe insbesondere in Oberbayern. Jelpke weiter:

Nachdem die Bundeswehr vor zwei Tagen die „Kretafeier“ des Kameradenkreises der Gebirgstruppe in Bad Reichenhall unterstützt hat, bereitet sie sich nun auf die Unterstützung der „Brendtenfeier“ des gleichen Vereins bei Mittenwald vor. Vor diesem Hintergrund ist der für den morgigen Samstag angekündigte Protest von Antifaschisten unbedingt gerechtfertigt.
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Antwort Kleine Anfrage (17/5686): Todesopfer unter Flüchtlingen in die Bundesrepublik und die Europäische Union

Lagen in den 90er Jahren die Zahlen der Toten an den Außengrenzen der Bundesrepublik jährlich im zweistelligen Bereich, ist eine solche Zahl an Opfern der Abschottungsmaßnahmen seit längerem nicht mehr zu beklagen. Dies liegt jedoch in erster Linie an die Verlagerung der Außengrenzen der EU in Richtung Osten und Süden. Darüber verweigerte die Bundesregierung in den letzten Jahren beharrlich jede Aussage. Durch die Beteiligung auch deutscher Beamter an den Abschottungsmaßnahmen an der griechisch-türkischen Landgrenze hat sie jetzt aber auch ganz amtlich Kenntnis von den Opfern des Abschottungsregimes an Europas Außengrenzen – politische Konsequenzen werden daraus aber nicht gezogen. weiter …