Antwort Kleine Anfrage : racial profiling bei verdachtslosen Personenkontrollen der Bundespolizei

Die Zahlen zeigen: die Feststellung unerlaubter Einreise ist in den beiden vergangenen Jahren angestiegen, bewegt sich für das Jahr 2011 mit 12.078 Feststellungen aber in einem sehr mäßigen Bereich. Diese Feststellungen sind Ergebnis anlassloser Personenkontrollen, die allein aufgrund der Nähe zu einer Grenze im Rahmen der Abwehr irregulärer Migration durchgeführt werden. Weitaus häufiger kommen die Beamten der Bundespolizei zu Erfolgen, wo bereits ein konkreter Verdacht besteht: 97.606 Feststellungen betrafen Fahndungen nach Personen und Sachen sowie strafrechtliche Delikte. Diese Feststellungen waren Ergebnis von 3,6 Millionen Kontrollmaßnahmen der Bundespolizei. Für 2012 ist mit vergleichbaren Zahlen zu rechnen. weiter …

Pressemitteilung: Überlegungen zur humanitären Aufnahme afghanischer Ortskräfte sind halbherzig

„Natürlich muss geprüft werden, ob afghanischen Bundeswehrgehilfen Asyl in Deutschland zusteht“, erklärt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE Ulla Jelpke zu Überlegungen des Bundesinnenministeriums, sogenannten Ortskräften der Bundeswehr in Afghanistan eine Übersiedlung nach Deutschland anzubieten, um sie vor drohender Verfolgung in Afghanistan zu schützen. Jelpke weiter:
„Bislang ist nichts zugesichert als eine Prüfung im Einzelfall. Eine Aufnahme in Deutschland erfolgt aber nur, wenn die Ortskräfte eine Gefahr für Leib und Leben glaubhaft machen können. Die befürchteten Racheakte gegen die Hilfskräfte, denen Kollaboration mit den so genannten Schutztruppen der NATO vorgeworfen wird, lassen sich aber nicht vorhersehen und erst recht nicht ausschließen. Ihre Aufnahme sollte daher großzügig erfolgen. Auch die Anträge auf Asyl von afganischen Staatsangehörigen, die selbständig nach Deutschland kommen, müssen großzügiger geprüft werden als bislang. weiter …

Pressemitteilung: racial profiling nicht ausgeschlossen

„Die Bundesregierung kann die Kritik Betroffener an der als rassistisch empfundenen Kontrollpraxis der Bundespolizei nicht widerlegen“, kommentiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Ulla Jelpke, die Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage „Racial profiling bei verdachtslosen Personenkontrollen der Bundespolizei“ (17/11776). Die Abgeordnete weiter: weiter …

Rede:Gesetz zur Verbesserung der Situation von Opfern von Menschenhandel in Deutschland

Die Bundestagsfraktion DIE LINKE. fordert ein unbefristetes Aufenthaltsrecht für Menschen, die Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution geworden sind. Eine Aufenthaltsregelung, die nur bis zum Ende eines Gerichtsverfahrens Gültigkeit hat, ist für uns nicht ausreichend. Nur ein sicherer Aufenthalt bedeutet einen tatsächlichen Schutz vor den Tätern.

Rede im Bundestag vom 14.12.2012 zu TOP 10 Gesetz zur Verbesserung der Situation von Opfern von Menschenhandel in Deutschland:
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Pressemitteilung: Anti-Terror-Kampf im Blindflug

„Die Bundesregierung verschlampt gesetzliche Evaluierungspflichten zum Anti-Terror-Dateigesetz. Gleichzeitig fordert sie immer mehr zentrale und gemeinsame Dateien der Sicherheitsbehörden“ kommentiert Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, die Antwort der Bundesregierung auf eine Schriftliche Frage. Die Abgeordnete wollte wissen, wie der derzeitige Sachstand bei der Erstellung einer Evaluation zur Anti-Terror-Datei ist. Jelpke weiter: weiter …

Rede im Bundestag: Parlamentskontrolle von Amtshilfe-Einsätzen der Bundeswehr

DIE LINKE will, dass sogenannte Amtshilfeleistungen der Bundeswehr besser vom Parlament kontrolliert werden. Denn solche Einsätze haben nicht nur rapide zugenommen, sondern sie haben nur in den wenigsten Fällen etwas mit Hilfseinsätzen bei Naturkatastrophen zu tun. Besonders spektakulär war der Einsatz von Kriegsflugzeugen und Spähpanzern gegen Demonstranten beim G8-Gipfel 2007 in Heiligendamm.
Deshalb hatDIE LINKE in einem Antrag gefordert, dass der Bundestag so schnell wie möglich über solche Einsätze informiert wird und sie ggf. stoppen kann.

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Ghetto-Renten: Überlebende fordert Anerkennung und Gerechtigkeit

Mindestens 21.500 Überlebende des Holocaust, die im Ghetto einer Arbeit nachgingen, warten immer noch darauf, endlich die Rentenzahlungen zu erhalten, die ihnen zustehen.
DIE LINKE hatte hierzu einen Antrag eingebracht, SPD und Grüne folgten mit einem eigenen Antrag. Beide werden heute in einer Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Soziales beraten.
Hierzu erreichte mich ein bewegendes Schreiben einer 92jährigen Holocaust-Überlebenden, die die vorliegenden Anträge würdigt. Frau Terezia Gelb, heute in Kanada wohnhaft, war nach ihrer Internierung in einem Ghetto unter anderem in den Todeslagern Auschwitz-Birkenau und Bergen-Belsen. weiter …