Antwort Kleine Anfrage (17/664): Die Bundespolizei und Korruptionsverdacht bei der Passbeschaffung durch Ausländerbehörden
Abschiebungen von abgewiesenen Flüchtlingen scheitern oft am Fehlen von Passpapieren, in Einzelfällen ist nicht einmal die Staatsangehörigkeit der Betroffenen unklar. Seit einigen Jahren führen die Ausländerbehörden deshalb so genannte Sammelvorführungen durch, bei denen die Flüchtlinge einer Delegation von Staatsbediensteten ihres mutmaßlichen Herkunftslandes vorgeführt werden. Diese erhalten ganz offiziell als „Tagegelder“ bezeichnete Prämien für ihre Arbeit. Für einige dürfte eine Reise nach Europa schon Anreiz genug sein, mit den deutschen Behörden zu kollaborieren und sich so eine erneute Einladung zu sichern. Dabei vertrauen die deutschen Behörden Mitarbeitern von Staaten, denen sie ansonsten in aufenthaltsrechtlichen Verfahren größtes Misstrauen entgegen bringen. weiter …